Chemiestandort

Haseloff: Leuna-Raffinerie ist „feste Säule“ der Wirtschaft

Von dpa Aktualisiert: 05.10.2022, 15:05
Hinter dem beleuchteten Tanklager ragen die Anlagen der Total-Raffinerie und des Chemieparks in die Höhe (Luftaufnahme mit Drohne).
Hinter dem beleuchteten Tanklager ragen die Anlagen der Total-Raffinerie und des Chemieparks in die Höhe (Luftaufnahme mit Drohne). Jan Woitas/dpa

Leuna - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sieht die Raffinerie in Leuna auch in Zukunft als eine „feste Säule“ der Volkswirtschaft. Der Chemiestandort insgesamt sei systemrelevant. „Hier wurde ein Stück Landesgeschichte geschrieben und das soll auch so bleiben“, sagte er am Mittwoch anläßlich des 25-jährigen Bestehens der heutigen Totalenergies Mitteldeutschland GmbH in Leuna (Saalekreis). Das sei auch wichtig für die Ökobilanz, dass „hier Arbeitsplätze erhalten und nicht abwandern“, dass „bei uns produziert wird“, auch entsprechend den hohen Umweltstandards wie es sie in der Europäischen Union gebe, sagte er.

Die Erdölverarbeitungsanlage gilt als das Herz des Chemieparks Leuna mit rund 100 Firmen und mehr als 12.000 Beschäftigten, darunter gut 600 in der Raffinerie.

Die Erdölverarbeitungsanlage wurde 1994 neu gebaut und 1997 in Betrieb genommen. Das deutsch-französische Wirtschaftsprojekt galt als eine Schlüsselinvestition für den Strukturwandel in Ostdeutschland.

Heute versorgt die Raffinerie rund 1300 Tankstellen aller Marken in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit Kraftstoff wie Benzin und Diesel, die aus Rohöl hergestellt werden. Ab 2023 will die Raffinerie nach Angaben des Unternehmens nicht mehr von russischem Erdöl abhängig sein und sich stattdessen von Kunden aus dem Markt versorgen sowie alternative Rohstoff- und Energiequellen für die Zukunft erschließen, um auf Dauer wettbewerbsfähig zu sein.