Impfaktionen für Eltern an Kitas sind angepeilt

Von dpa
Ein Arzt hält eine Impfspritze in der Hand.
Ein Arzt hält eine Impfspritze in der Hand. Sina Schuldt/dpa/Symbolbild

Schwerin - Das Sozialministerium will mit Impfangeboten an Kitas die Eltern erreichen. „Wir wollen die Eltern möglichst schon an den Einrichtungen erreichen. Dort können Impfaktionen durchgeführt werden, wenn die erforderlichen Ressourcen und eine entsprechende Nachfrage vorhanden sind“, bot Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) am Donnerstag an. Gemeinsam mit dem Impfmanager des Landes sowie den Verantwortlichen der Landkreise und kreisfreien Städte solle dazu ein Konzept entwickelt werden.

Außerdem soll die Corona-Testpflicht für ungeimpftes Kita-Personal aufrechterhalten werden, um das Virus von den Einrichtungen fernzuhalten und Schließungen in der befürchteten vierten Welle im Herbst und Winter zu vermeiden. Alle Beschäftigten in den Kindertageseinrichtungen hätten ein Impfangebot erhalten, so Drese. „Für zweifach Geimpfte und Genesene entfällt die Testpflicht.“

Außerdem sollen CO2-Messgeräte angeschafft werden, um die Raumluft zu kontrollieren. Gerade in den Herbst- und Wintermonaten könne ein gutes Lüftungsmanagement in den Einrichtungen die Ansteckungsgefahr reduzieren.

Reiserückkehrer in den Kitas werden den Angaben zufolge nach den Ferien gebeten, eine Erklärung auszufüllen. Menschen, die aus dem Ausland zurückkehren, tragen grundsätzlich eine besondere Verantwortung bei der Eingrenzung der Infektionsgefahren, betonte die Ministerin. Wer aus einem Risikogebiet zurück komme, dem bleibe die Kindertagesförderung für die Dauer der eventuellen Quarantäne verwehrt.

In Mecklenburg-Vorpommerns Kitas und Horten werden rund 110.000 Kinder betreut. Am Montag beginnt das neue Schuljahr, dann kehren auch viele Kinder aus dem Urlaub in die Kitas zurück.