Ausbildung

Jeder fünfte Berufsschüler scheitert

Von dpa
Eine Schultafel mit Tafelschwamm steht in einem Klassenzimmer.
Eine Schultafel mit Tafelschwamm steht in einem Klassenzimmer. Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Schwerin - Nahezu jeder fünfte Berufsschüler in Mecklenburg-Vorpommern scheitert an den Anforderungen. Von den 11.315 jungen Menschen, die im vergangenen Jahr die beruflichen Schulen im Nordosten verließen, erhielten 2155 lediglich ein Abgangszeugnis statt eines Abschlusszeugnisses. Diese Zahl veröffentlichte das Statistische Landesamt am Freitag in Schwerin. Damit haben 19 Prozent der Berufsschulabgänger nicht die Anforderungen erfüllen können. Im Jahr davor lag der Anteil mit 20,1 Prozent noch etwas höher.

Ein Abschlusszeugnis erhalten in Mecklenburg-Vorpommern all jene Berufsschulabgänger, die das Ziel ihres Bildungsganges erreicht haben. Alle anderen gehen lediglich mit dem Abgangszeugnis ins Leben - und verfügen damit nicht über einen Berufsabschluss.

Vor allem junge Männer scheitern in der Berufsschule: Fast zwei Drittel (64,2 Prozent) der Inhaber eines Abgangszeugnisses waren im vergangenen Jahr männlich. Ihr Anteil an allen Berufsschulabgängern lag nur bei 51,1 Prozent. Besonders hohe Durchfallerquoten gibt es in den Bauberufen und in der Gastronomie. In der Kranken- und in der Altenpflege sind die Quoten hingegen niedrig.

Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern beklagt eine vielfach unzureichende Vorbereitung von Schulabgängern auf die Anforderungen der Berufsausbildung. Oft fehle es an Grundkenntnissen und der nötigen Berufsreife, hatte der Vize-Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände (VU) MV, Thomas Maync, vor wenigen Tagen gesagt.