Kiel plant nächtliche Einschränkungen im Schrevenpark

Zweimal hat die Kieler Polizei den Schrevenpark geräumt. Dort hinterließen Besucher auch viel Müll. Die Stadt Kiel plant nun vorübergehende Einschränkungen. Die Stadt wolle jungen Menschen aber nicht das Feiern verbieten, sagt der Oberbürgermeister.

Von dpa
Menschen genießen das schöne Wetter im Schrevenpark.
Menschen genießen das schöne Wetter im Schrevenpark. Axel Heimken/dpa/Archivbild

Kiel - Die Stadt Kiel will die Lage im Schrevenpark durch konkrete Regelungen beruhigen. „Wir wollen den jungen Menschen nicht nach all diesen Entbehrungen das Feiern verbieten“, sagte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Diese sollen sich in den Parks, Grünanlagen und am Strand weiter eingeladen fühlen, aber mehr Rücksicht nehmen. „Wie es da müllmäßig aussah, ist einfach unter aller Kanone.“

Am vergangenen Wochenende räumte die Kieler Polizei zweimal den Schrevenpark nachdem sich Anwohner über den Lärm beschwert hatten. „Ab 22 Uhr haben die Anwohner ein Recht auf Nachtruhe und dafür müssen wir sorgen“, sagte Kämpfer.

Die Stadt will nun eine rechtssichere Übergangsregelung auf den Weg bringen. Laut Kämpfer müsse diese möglicherweise nur bis Ende Juni befristet werden. Er begründete dies mit der derzeit aufgrund sinkender Infektionszahlen herrschenden Feierstimmung der Menschen. „Da werden wir angemessene Regeln aufstellen, aber die wollen wir dann auch konsequent durchsetzen. Es geht aber nicht um die Vergrämung der jungen Leute, sondern um ein besseres Miteinander in dieser Übergangsphase.“