„Kinderzimmer-Dealer“ soll erneut mit Drogen gehandelt haben

Von dpa
Ein Streifenwagen der Polizei steht mit eingeschaltetem Blaulicht auf der Straße.
Ein Streifenwagen der Polizei steht mit eingeschaltetem Blaulicht auf der Straße. Carsten Rehder/dpa/Illustration

Leipzig - Ein als „Kinderzimmer-Dealer“ bekannt gewordener junger Mann aus Leipzig soll erneut mit Drogen gehandelt haben. Die Staatsanwaltschaft Leipzig bestätigte am Donnerstag, dass gegen den Mann, dessen frühere Drogen-Geschäfte als Grundlage für die Netflix-Serie „How to Sell Drugs Online (Fast)“ dienten, Ermittlungen laufen. Es gehe um einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, sagte Behördensprecher Andreas Ricken. Weitere Angaben könne er wegen des laufenden Verfahrens jedoch nicht machen.

Die „Leipziger Volkszeitung“ berichtete am Donnerstag, dass der Mann gemeinsam mit anderen erneut einen Online-Shop betrieben haben soll, über den Drogen verkauft worden seien. Die Zeitung zitierte mit dieser Aussage den früheren Chef des Landeskriminalamtes (LKA) Sachsen, Petric Kleine. Der Ex-LKA-Chef habe dies in einer Netflix-Dokumentation gesagt, die im August ausgestrahlt werden soll. Das LKA wollte sich auf Anfrage am Donnerstag nicht zu dem Sachverhalt äußern.

Der „Kinderzimmer-Dealer“ war 2015 als 20-Jähriger zu sieben Jahren Jugendstrafe verurteilt worden. Er hatte zugegeben, über seine Online-Drogenbörse „Shiny Flakes“ fast eine Tonne Drogen verkauft zu haben. Das Geschäft zog er aus dem heimischen Kinderzimmer in Leipzig heraus auf.