Sprache

Koch bringt Volksentscheid zum Gendern ins Spiel

Von dpa
Tobias Koch (CDU), Mitglied der CDU-Fraktion im schleswig-holsteinischen Landtag, spricht.
Tobias Koch (CDU), Mitglied der CDU-Fraktion im schleswig-holsteinischen Landtag, spricht. Axel Heimken/dpa/Archivbild

Kiel - Der Chef der CDU-Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein, Tobias Koch, hat einen Volksentscheid zum Gendern ins Spiel gebracht. „Gendern an sich hat durchaus seine Berechtigung, es sensibilisiert“, sagte er im Interview der „Kieler Nachrichten“ (Mittwoch). „Aber dass im Augenblick jeder seine eigenen Regeln aufstellt, halte ich für das eigentlich Problematische.“ Er könne verstehen, dass Menschen sich immer weniger vom Staat vertreten fühlten, wenn sie Behördenschreiben in einer Sprache erhielten, die nicht dem allgemeinen Konsens entspreche. „Genau an dieser Stelle würde ein Volksentscheid ansetzen und für Klarheit sorgen.“ Es gehe zunächst einmal darum, zu einem gemeinsamen Verständnis zu kommen.

Wenn öffentliche Institutionen in einer anderen Form schrieben, empfinde er das als sehr eigenmächtig, sagte Koch. „Ein Volksentscheid würde sich an alle staatlichen Stellen richten, also nicht nur an Schulen, sondern auch an die öffentliche Verwaltung und öffentlich-rechtliche Medien. Ich würde meinen, sie sollten sich der einheitlichen Linie verbunden fühlen, für die sich die Mehrheit der Menschen in einem Volksentscheid ausspricht.“

Koch betone, jeder Mensch könne gern so falsch oder richtig schreiben, wie er oder sie wolle. „Darum geht es nicht. Es geht darum, wie ich als staatliche Institution kommuniziere, welche Bedingungen ich als Hochschule stelle - und wie ich als öffentlich-rechtliches Medium arbeite.“