KSK übt komplexe Geiselbefreiung: „Blick nach vorn richten“

Von dpa 04.07.2021, 14:37

Trollenhagen - Das Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr (KSK) trainiert mit einer komplexen Übung in Norddeutschland Einsätze zur Befreiung deutscher Geiseln im Ausland. Über insgesamt vier Wochen seien daran mehr als 400 Soldaten beteiligt, teilte die Bundeswehr am Sonntag auf dem Fliegerhorst Trollenhagen in Mecklenburg-Vorpommern mit. An der laufenden Spezialkräfteübung „Black Star“ nehmen auch andere Sicherheitsbehörden teil.

Das KSK war von mehrere Skandalen erschüttert worden und hat einen Reformprozess hinter sich. „Wir haben Fehler erkannt und abgestellt. Jetzt wollen und müssen wir den Blick nach vorn richten. Wir haben Aufträge, die wir zu erfüllen haben“, sagte der Chef des Stabes, ein Oberstleutnant, am Rande der Übung. Das KSK nennt aus Sicherheitsgründen keine Namen seiner Soldaten.

„Wir sind nach wie vor einsatzbereit und immer gewesen. Das zeigt auch schon der Einsatz beim Abzug in Afghanistan“, sagte er. „Diese Übung ist auch Startpunkt für eine Normalität nach diesem anstrengenden Jahr. Die ungewisse Zukunft ist einigen auch auf die Motivation geschlagen. Nun ist die Zukunft mit der Entscheidung unserer Ministerin geklärt.“ Annegret Kramp-Karrenbauer hatte entschieden, dass die Einheit nötig ist und nicht aufgelöst werden soll.

Im September wird Brigadegeneral Ansgar Meyer, letzter deutscher Kommandeur in Afghanistan, die Führung des KSK übernehmen. „Dem neuen Kommandeur des KSK übergeben wir im September einen gut aufgestellten Verband. Die Übernahme vorzubereiten, ist nach dieser Übung für uns ein Schwerpunkt“, sagte der Chef des Stabes.