Landesforsten: Förster kämpfen gegen Borkenkäfer

Von dpa 12.07.2021, 09:33
Gänge des Borkenkäfers sind auf der Innenseite der Rinde einer Fichte zu sehen.
Gänge des Borkenkäfers sind auf der Innenseite der Rinde einer Fichte zu sehen. Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Hannover/Neuenburg - Der Borkenkäfer macht nach Angaben der Niedersächsischen Landesforsten den Fichten auf der ostfriesischen Halbinsel viel mehr zu schaffen als zunächst angenommen. „Tatsächlich hat sich aktuell der Käferbefall als deutlich stärker im Vergleich zu den Vorjahren entwickelt“, teilte Forstamtsleiter in Neuenburg Stefan Grußdorf mit.

Das feuchtkühle Frühjahr habe viele Forstleute hoffen lassen, dass der Wald dieses Jahr von Schädlingen weitgehend verschont bliebe. Dies habe sich nicht bestätigt, heißt es von den Landesforsten. Die drei trockenen Jahre in Folge von 2018 bis 2020 hätten den Wald geschwächt. Das kühlfeuchte Frühjahr dieses Jahr habe Linderung gebracht, den Wassermangel im Boden aber nicht kompensieren können.

Betroffen seien die Fichtenbestände in fast allen Landeswaldteilen. Försterinnen und Förster arbeiteten nun an der Begrenzung der Schäden. Dafür entnehmen sie den Angaben zufolge die befallenen Exemplare und sorgen für einen möglichst schnellen Abtransport aus dem Wald. Zudem versuchen sie, die Insekten mit Lockstoffen davon abzuhalten, in den Nadelwald zu fliegen. An einzelnen Forstorten könne es deshalb zu kurzfristigen Waldarbeiten kommen.