Mehr Rinder und weniger Schweine werden artgerecht gehalten

Von dpa
Fleckviehrinder stehen auf einer Weide.
Fleckviehrinder stehen auf einer Weide. Jens Büttner/dpa/Archivbild

Schwerin - Die artgerechte Tierhaltung hat in Mecklenburg-Vorpommern in den vergangenen zehn Jahren bei Rindern und Legehennen zugenommen. Bei Schweinen haben sich die Haltungsbedingungen hingegen verschlechtert. Das geht aus einer Mitteilung des Statistischen Landesamtes vom Mittwoch hervor.

Die Landwirtschaftszählung 2020 ergab demnach 431.800 Plätze für Rinder in Laufställen, was einem Anteil von 94 Prozent entsprach. Zehn Jahre davor betrug der Anteil demnach noch 84 Prozent. Angebunden würden nur noch rund 2 Prozent der Rinder gehalten. Weidehaltung betrieben den Angaben zufolge zuletzt knapp 54 Prozent der milchkuhhaltenden Betriebe und knapp 84 Prozent der übrigen rinderhaltenden Betriebe.

Die Lebensbedingungen für viele Schweine haben sich im Zehn-Jahres-Vergleich hingegen verschlechtert: Rund 90.000 Tiere mehr als im Jahr 2010 wurden am Stichtag 1. März 2020 auf den umstrittenen Vollspaltenböden ohne Stroh gehalten. Die Zahl wuchs dem Amt zufolge von 526.700 im Jahr 2010 auf 615.400 im Jahr 2020. „Das ist ein Anstieg von 62 Prozent auf 75 Prozent an den Haltungsplätzen für Schweine insgesamt“, so das Amt. Auf Stroh (Tiefstreu) lebten 2020 nur 3 Prozent der Schweine.

Bei den Legehennen gab es im Vergleich der Zählungen von 2010 und 2020 einen Anstieg sowohl in der Freiland- als auch in der Bodenhaltung, „und zwar von 1.127.500 Haltungsplätzen auf 2.101.900 im Freiland und von 1.523.300 Haltungsplätzen auf 1.527.400 für die Bodenhaltung“. Mit einem Anteil von 58 Prozent im Jahr 2020 dominierte damit die Freilandhaltung (2010: 43 Prozent).