Minister: Grenzzaun gegen Schweinepest hat sich bewährt

Von dpa
Till Backhaus (SPD), der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, spricht.
Till Backhaus (SPD), der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, spricht. Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Pomellen/Ahlbeck - Der mehr als 60 Kilometer lange Grenz-Schutzzaun gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat sich nach Einschätzung des Schweriner Agrarministeriums bezahlt gemacht. Regelmäßige Kontrollen belegen, dass Wildschweine durch den Zaun davon abgehalten werden, von Polen nach Vorpommern zu wechseln, wie Agrarminister Till Backhaus (SPD) laut einer Mitteilung am Donnerstag erklärte. Der Zaun sei neben anderen seuchenhygienischen Maßnahmen ein wichtiger Baustein zur ASP-Prävention. Diese habe dafür gesorgt, dass die Seuche in MV noch nicht ausgebrochen ist.

Das Ministerium hatte den Zaun ab Juli 2020 für rund eine Million Euro bauen lassen. Er verläuft mit Untergrabungsschutz zwischen Ahlbeck auf der Insel Usedom bis hinter Pomellen an der Autobahn 11 Berlin-Stettin mit der Grenze zu Brandenburg. Backhaus, der am Donnerstag auf Usedom unterwegs war, bedankte sich besonders bei den Grundstückseigentümern, dass der Zaun schnell fertiggestellt werden konnte. Ab 1. Juni werden erste Entschädigungen an die Eigentümer ausgezahlt: 70 Cent pro Meter und Standjahr. 2021 seien das insgesamt 13 000 Euro.

Trotzdem mahnte der Minister zur Vorsicht: Kontrollen zeigten, dass einige der 100 Zauntore offen gelassen werden, das solle möglichst nicht passieren. In Brandenburg war die Afrikanische Schweinepest, die für Menschen ungefährlich ist, im September 2020 ausgebrochen. Laut dem Potsdamer Ministerium für Verbraucherschutz wurden bisher 872 Fälle aufgenommen, darunter 522 im Kreis Oder-Spree. Betroffen sind auch Märkisch-Oderland (233), Spree-Neiße (70), Dahme-Spreewald (38) sowie Frankfurt (Oder) (9) und Teile von Nordsachsen.