Mobiler Altar und Action: Klosterkirche „völlig neu“

Von dpa
Blick auf die Klosterkirche auf dem Kerbschen Berg mit dem Familienzentrum.
Blick auf die Klosterkirche auf dem Kerbschen Berg mit dem Familienzentrum. Swen Pförtner/dpa-Zentralbild/dpa

Dingelstädt - Die Klosterkirche Kerbscher Berg in Dingelstädt (Eichsfeld) soll bis 2023 komplett umgestaltet werden. Wie das Bistum Erfurt am Mittwoch mitteilte, soll die Kirche in Zukunft ein interaktiver Ort der Begegnung für Jung und Alt werden, in der man sowohl Stille als auch Aktion erleben kann. Im Zuge der Sanierung von Schadbereichen soll so eine „völlig neue Kirche“ entstehen. Dafür werde sie zunächst komplett ausgeräumt und umgebaut. Die Bauarbeiten, für die vorab rund 800.000 Euro geplant sind, sollen im Herbst beginnen.

Um den Bedürfnissen aller gerechter zu werden, wurden erstmals Familien in die Umbaupläne mit einbezogen. Sie konnten mitdiskutieren und eigene Ideen einbringen. Diese reichten laut Bistum von „In der Kirche muss man baden können“ bis zu dem Wunsch nach „einem Ort der absoluten Stille“. Die Planungen gehen etwa mit einem Raum der Stille und interaktiven Erlebnisecken sowie einem mobilen Altar auf alle ein - nur baden werde man nicht können.

Die Klosterkirche St. Petrus Baptista und Gefährten wurde 1901 geweiht. Seitdem hat die Kirche auf dem Kerbschen Berg mehrere Veränderungen durchlebt. Nachdem der Franziskanerorden das Kloster 1994 aufgab, entstand auf dem Areal das Familienzentrum Kloster Kerbscher Berg. Bis zu 12.000 Menschen besuchen es jährlich.