Nabu: Weniger Wespen in Thüringen als in den Sommern zuvor

Von dpa
Eine Wespe schlägt ihre Flügel.
Eine Wespe schlägt ihre Flügel. Julian Stratenschulte/dpa/dpa-tmn/Symbolbild

Jena - Das nasskalte Wetter im Frühjahr hat den Wespen in Thüringen zu schaffen gemacht. Sie brummen und summen weniger oft durch den Freistaat als noch im Vorjahr, wie der Naturschutzbund (Nabu) auf Anfrage mitteilte. Die Zahl der Anrufe beim Nabu zu dem Thema sei zurückgegangen, vielerorts seien Wespenvölker sogar bedeutend kleiner als sonst. Erste Ergebnisse der aktuell laufenden bundesweiten Insektenzählung deuteten ebenfalls darauf hin. Als einen Grund nannten die Naturschützer den kühlen und verregneten Frühling.

Eigentlich haben Wespen Ende August Hochsaison und umschwirren das Kuchenbüffet oder den Frühstückstisch. Die als nervig geltenden Tierchen stehen unter Naturschutz. Sie bestäuben Nutzpflanzen, fressen Schädlinge und beseitigen Aas.

Vielen Menschen sei das mittlerweile bewusst, hieß es vom Nabu. „Wenn uns besorgte Bürgerinnen oder Bürger wegen eines Wespennests anrufen, haben sie oft Verständnis für die Brummer.“ Erkläre man dann, dass die Wespenvölker im Herbst absterben, werde das Wespennest für diese kurze Zeit auch noch geduldet.

Wer ein Wespennest bei sich finde, solle sich in dessen Nähe nur langsam bewegen, um die Tiere nicht zu reizen. Das Einflugloch dürfe nicht verstellt oder angepustet werfen. Außerdem sei ein Sicherheitsabstand sinnvoll. Stirbt das Wespenvolk ab, könne man das Nest getrost hängen lassen: Wespen bauten sich jedes Jahr ein neues Nest und die alte Behausung diene anderen Insekten als Winterquartier.