Nach Jahren des Wartens: Havel-Therme öffnet endlich

Mehr als nur im Wasser planschen oder Bahnen ziehen. Werder bekommt mit der Havel-Therme eine Attraktion. Allein 13 Saunen laden zum Besuch ein. Die ersten Pläne für das Projekt reichen mehr als zehn Jahre zurück.

Von dpa
Palmen und Liegestühle stehen in der Havel-Therme in Werder am Beckenrand.
Palmen und Liegestühle stehen in der Havel-Therme in Werder am Beckenrand. Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Werder an der Havel - In der Stadt Werder an der Havel (Landkreis Potsdam-Mittelmark) öffnet am Freitag nach Jahren des Wartens die Havel-Therme. Das Freizeitparadies für Jung und Alt kann mit den Corona-Lockerungen nun offiziell den Betrieb aufnehmen. Das Bad entstand als öffentlich-privates Bauprojekt (PPP) der Schauer & Co. GmbH mit der Stadt Werder an der Havel.

Die Bauarbeiten wurden bereits im vergangenen Dezember beendet - coronabedingt war eine Öffnung aber nicht möglich. „Nach einem langen Weg können wir endlich die Gäste in Werders neuem Bad direkt am Ufer des Großen Zernsees begrüßen“, sagte Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) vorab. Bereits vor der Öffnung habe sich ein Fanclub gebildet, sagte Andreas Schauer, Geschäftsführer der Schauer & Co. GmbH, Bauherr und Betreiber.

Die Therme ist künftig täglich von 9 bis 24 Uhr, Freitag und Samstag bis 2 Uhr geöffnet. Im integrierten Familienbad ist das Schwimmen und Rutschen von 9 bis 21 Uhr möglich, mittwochs bereits ab 7 Uhr. Ein Kursprogramm für Sport- und Schwimmkurse startet voraussichtlich ab Herbst. Der Betreiber rechnet mit Gästen weit über das Einzugsgebiet des Großraumes Berlin-Brandenburg hinaus.

Die Stadt plante bereits seit dem Jahr 2003 den Bau eines eigenen Bades. 2009 fiel die Entscheidung für ein Projekt in öffentlich-privater Partnerschaft. Ein 2,8 Hektar großes Grundstück wurde erworben. 2011 war dann Grundsteinlegung. Die Partnerschaft scheiterte jedoch und das Vorhaben stockte, die Stadt trennte sich von dem Partner. Bis dahin waren 16,2 Millionen Euro Planungs- und Baukosten in das Projekt geflossen.

Im März 2017 beschlossen die Stadtverordneten, einen neuen Partner für ein Pachtmodell zu suchen. Im Mai 2018 wurden dann im Doppelhaushalt bis zu 30 Millionen Euro Planungs- und Baumittel eingeplant. Die Schauer & Co. GmbH erhielt dann den Zuschlag. Die Baukosten betrugen nach Angaben der Stadt am Ende knapp 24,8 Millionen Euro.

Die Havel-Therme - gestaltet in maurisch-andalusischer Architektur - hat ein 25-Meter-Becken und einen Drei-Meter-Sprungturm. Herzstück ist die Therme mit Schwitzbädern wie Hamam, Olivensauna oder Alhambra-Eventsauna. Insgesamt 13 verschiedene Saunen und ein Spa-Bereich stehen bereit. Dazu gibt es gastronomische Versorgung.