mehr zahlen fürs tanken

Preis für Benzin und Diesel wird auch 2022 steigen

Die Debatte um die rasant steigenden Preise von Benzin und Diesel ist kontrovers. Auch 2022 müssen sich Autofahrer auf höhere Spritpreise einstellen.

Von Linda May van Bui 29.11.2021, 10:22
Ab dem 1. Januar soll sich der CO2-Preis auf 30 Euro pro Tonne erhöhen.
Ab dem 1. Januar soll sich der CO2-Preis auf 30 Euro pro Tonne erhöhen. Foto: dpa/ Symbol/ Carsten Koall

Magdeburg/ DUR - In den vergangenen Monaten stiegen die Preise für Benzin und Diesel erheblich an. Stellenweise kratzte der Benzinpreis im September an Autobahntankstellen schon an 1,90 Euro. Zum Jahreswechsel könnte sich dieser Preis noch einmal erhöhen.

Ab dem 1. Januar soll sich der CO2-Preis auf 30 Euro pro Tonne erhöhen. Das hat zur Folge, dass der Preis für den Liter Benzin um 8,4 Cent und der Preis für den Liter Diesel um 9,5 Cent steigt. Matthias Wucherer, Produktleiter des Vergleichsportals "mehr-tanken" erklärte gegenüber "Auto, Motor, Sport", dass "der Preis für Superkraftstoff im kommenden Jahr bei 2 Euro liegen" kann. 

Wie teuer Benzin und Diesel im kommenden Jahr allerdings wirklich werden, hängt auch von aber auch von anderen Faktoren wie der Ölpreisentwicklung ab. 

Spritpreis-Bremse - ja oder nein?

Andreas Scheuer (CSU), welcher aktuell noch Bundesverkehrsminister ist, hatte vor wenigen Wochen bereits eine Spritbreis-Bremse gefordert. "Spätestens bei einem Preis von 1,99 Euro pro Liter muss der Staat eingreifen und im Gegenzug die Steuern senken", so Scheuer gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. 

Annalena Baerbock (Bündnis 90/ Die Grünen) betitelte Scheuers Äußerungen als eine "absolute Pappkameraden-Debatte". Es sei "vollkommen klar, dass der Wechsel in der Automobilindustrie vor allem dadurch stattfindet, dass nicht alles über den Preis geregelt wird, sondern dass es ein klares Ausstiegsdatum für den fossilen Verbrennungsmotor gibt", sagte Baerbock Anfang September in Rostock nach einem Wahlkampfauftritt.