Ramelow: Hochwasser zeigen Herausforderungen auf

Von dpa
Bodo Ramelow (Die Linke) spricht vor Journalisten.
Bodo Ramelow (Die Linke) spricht vor Journalisten. Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Erfurt - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat den Menschen in den Hochwassergebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sein Mitgefühl ausgedrückt. „Wir bangen mit den Angehörigen und trauern um die Getöteten“, sagte Ramelow laut einer Mitteilung seiner Staatskanzlei auf Twitter. „Das Wetter mit diesem Starkregen zeigt, vor welchen Herausforderungen unser Land steht.“ Einen bitteren Vorgeschmack habe man auch schon in Thüringen erleben müssen.

Bevor Tief „Bernd“ den Westen erreichte, hatten Starkregen auch in Thüringen regional zu Ausnahmezuständen geführt. Es kam zu Erdrutschen, Straßen wurden überspült, Keller liefen voll, der Bahn- und Straßenverkehr war gestört. Die Hochwassernachrichtenzentrale des Thüringer Landesamts für Umwelt, Bergbau und Naturschutz warnt in einzelnen Regionen noch immer vor Hochwasser. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor „markantem Wetter“ im Nordwesten Thüringens.

Bereits nach den Überflutungen infolge von Starkregen im Juni unter anderem im Wartburgkreis und dem Landkreis Gotha hatte Ramelow darauf verwiesen, dass Hochwasser heute wesentlich öfter auftrete. Darauf müsse man sich in Thüringen vorbereiten - private Hauseigentümer mithilfe von Versicherungen ebenso wie Kommunen und die Landesregierung durch sogenannte Wasservermeidungsstrategien. Starkregen tritt laut Umweltministerium im Freistaat besonders häufig in Ostthüringen, dem Thüringer Wald und dem Thüringer Schiefergebirge auf.