Prozesse

Raubüberfall auf Geldtransporter: Sieben Jahre Haft

Von dpa 08.09.2021, 13:52
Handschellen sind an einem Gürtel eines Justizvollzugsbeamten befestigt.
Handschellen sind an einem Gürtel eines Justizvollzugsbeamten befestigt. Frank Molter/dpa/Symbolbild

Berlin - Nach einem Überfall auf einen Geldtransporter auf dem Berliner Ku'damm mit rund 650.000 Euro Beute ist einer der Täter zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Landgericht in der Hauptstadt sprach den 31-Jährigen aus einem bekannten arabischstämmigen Clan am Mittwoch des schweren Raubes und der gefährlichen Körperverletzung schuldig. Zudem wurde wegen einer Drogensucht die Unterbringung des Angeklagten in einer Entziehungsanstalt angeordnet.

Der 31-Jährige soll die Tat am 19. Februar 2021 mit vier bislang nicht ermittelten Komplizen begangen haben. Maskiert und als Müllmänner getarnt überfielen sie den Ermittlungen zufolge vor einer Bank den Geldtransporter einer Sicherheitsfirma und bedrohten die Wachleute mit Schreckschusspistolen.

Der vorbestrafte Angeklagte hatte gestanden. Er habe sich nur zwei Wochen nach einer Haftentlassung an der Tat beteiligt, weil er hohe Schulden durch seine Drogensucht angehäuft habe, so lauteten die Angaben des 31-Jährigen. Was geschehen ist, tue ihm leid. Nach eigener Aussage erhielt er aus der Beute 70.000 Euro. Mittäter nannte er nicht.

Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten zu Beginn des Prozesses vor einer Woche eine Verständigung erzielt. Im Fall eines Geständnisses war dem Angeklagten eine Strafe zwischen sechseinhalb und siebeneinhalb Jahren Haft zugesichert worden.