Staatliche Forstverwaltung erwartet geringe Saatguternte

Von dpa
Zapfen liegen in einem Sack.
Zapfen liegen in einem Sack. Jens Büttner/Zentralbild/dpa/Symbolbild

Erfurt - Der ThüringenForst rechnet in diesem Jahr mit einer nur schwachen Saatguternte bei Waldbäumen. Die Prognosen für das Restjahr sind nach Angaben der Behörde in Erfurt vom Donnerstag bescheiden. „Gerade das für den Waldumbau wichtige Eichen-Saatgut ist nur in wenigen Beständen beerntbar, einzig die Weiß-Tanne macht uns zufrieden“, sagte Vorstand Volker Gebhardt. Die Landesforstanstalt verfüge aber über gut gefüllte Saatgutlager, die für Pflanzennachschub sorgen.

Nach Angaben der Behörde zeigt die Weiß-Tanne „erfreulichen Fruchtbehang“. Andere Baumarten aber blieben regional deutlich hinter den Erwartungen zurück. „Die Eiche zeigt nur vereinzelt eine Mast, die Buche wie auch der Ahorn fruktifiziert nur mäßig, die Douglasie ist ein Totalausfall.“

ThüringenForst erntet jährlich zwischen 10 und 40 Tonnen Saatgut zur anteiligen Selbstversorgung, das großteils in der betriebseigenen Forstbaumschule für die Forstämter angezogen werde. Die Kapazität wurde den Angaben nach schrittweise deutlich erhöht, da der Pflanzenbedarf klimawandelbedingt wegen der Schäden durch Stürme, Dürre und Borkenkäferfraß in den nächsten Jahren hoch sei.