Staatsanwaltschaft für Haftstrafe nach Tod eines Babys

Von dpa
Eine Figur der blinden Justitia.
Eine Figur der blinden Justitia. Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

Aurich - Im Prozess um ein zu Tode geschütteltes Baby hat die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Aurich eine Haftstrafe für die 34 Jahre alte Mutter gefordert. Die Ankläger plädierten wegen Körperverletzung mit Todesfolge für eine Haftstrafe von drei Jahren und acht Monaten, wie ein Sprecher des Auricher Landgerichts am Donnerstag sagte. Die Verteidigung sah dagegen keinen Vorsatz. Sie forderte daher eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung und eine Bewährungsstrafe. Das Urteil wird an diesem Freitag erwartet (Aktenzeichen 11 Ks 2/19).

Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten vor, ihr wenige Monate altes Kind im November 2017 in der ostfriesischen Gemeinde Filsum so stark geschüttelt zu haben, dass der Säugling im Krankenhaus an den Verletzungen starb. Ärzte hatten bei dem Baby ein schweres Schütteltrauma festgestellt. Zum Prozessauftakt Mitte April hatte die Deutsche keine Angaben gemacht. Im Verlauf der Verhandlung habe sie sich geständig gezeigt, sagte der Gerichtssprecher. Was die Angeklagte genau einräumte, blieb zunächst unklar.