Staus und Baustellen: CDU wirft Rot-Grün Versagen vor

Von dpa
Ein Schild weist auf eine Baustelle hin.
Ein Schild weist auf eine Baustelle hin. Jan Woitas/zb/dpa/Symbolbild

Hamburg - Im Streit um Staus und zahlreiche Baustellen hat die CDU dem rot-grünen Hamburger Senat Versagen vorgeworfen. Der gesamte Hamburger Süden stehe seit Wochen im Dauerstau, „nichts geht mehr voran“, sagte Fraktionschef Dennis Thering am Freitag. „Wenn man neben der A255 auch alle vorhanden Ausweichrouten gleichzeitig mit Baumaßnahmen belegt, ist das planerischer Vorsatz und hat mit vernünftiger Verkehrspolitik und Staukoordination nichts zu tun.“

Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) verteidigte bei Radio Hamburg die Planungen seiner Behörde. „Der Hauptgrund, warum wir jetzt in die A255 reinmussten, war die Abwendung einer Notfallmaßnahme im Winter.“ Zudem stehe in dem Bereich die Erneuerung der rund 100 Jahre alten Freihafen-Elbbrücke an. „Das bedeutet eine vierjährige Vollsperrung. Und wir haben klar gesagt, und das ist ganz klar die Koordinationsaufgabe: Bevor wir an die Freihafen-Elbbrücke rangehen, müssen wir die A255 sicher haben.“

Das Kernproblem sei, dass in Deutschland jahrzehntelang zu wenig für die Sanierung der Infrastruktur ausgegeben worden sei, sagte der Grünen-Politiker. „Das merkt man beim Auto jetzt in den letzten zwei Wochen in Hamburg.“ Man baue schließlich an den „Hauptschlagadern der Stadt (...), und Sie werden das nicht hinkriegen, ohne dass es jemand merkt.“

Thering konstatierte hingegen: „Eine Koordination von Baustellen findet in Hamburg weiterhin nicht statt.“ Er sprach von einem grün-roten „Verkehrsinfarkt mit Ansage.“ Damit müsse Schluss sein. „Ich fordere Bürgermeister (Peter) Tschentscher (SPD) auf, das Thema jetzt endlich selbst in die Hand zu nehmen.“