Tod von Frühchen: Ermittlungen gegen Klinikpersonal

Von dpa
Blick auf das Klinikum Oldenburg im Stadtteil Kreyenbrück.
Blick auf das Klinikum Oldenburg im Stadtteil Kreyenbrück. Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild

Oldenburg - Nach dem Tod eines frühgeborenen Babys wegen verunreinigter Milchpulvernahrung am Klinikum Oldenburg ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen Klinikpersonal. Es werde untersucht, ob Hygienevorschriften verletzt worden seien, sagte ein Sprecher der Oldenburger Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Es müsse geklärt werden, ob Fehler gemacht wurden. Details zu dem oder den beschuldigten Menschen nannte er zunächst nicht. Zuvor hatte die Anklagebehörde wegen fahrlässiger Tötung gegen Unbekannt ermittelt.

Der frühgeborene Säugling war nach Klinik-Angaben am 7. Juni auf der Intensivstation gestorben. Untersuchungen ergaben, dass die Nahrung, die das Baby am 3. Juni - einen Tag nach seiner Geburt - bekam, mit einem Keim belastet war. Ein weiteres Frühchen, das wegen der verunreinigten Milch schwer erkrankte, hat sich erholt. Der Kliniksprecherin zufolge ist noch nicht absehbar, ob Folgeschäden bleiben. Der Umweltkeim Cronobacter wurde zudem bei drei weiteren Babys nachgewiesen, die dem Krankenhaus zufolge aber keine Krankheitszeichen zeigten.