Viel niedrigere Schäden durch Naturgewalten in Bayern

Von dpa
Ein Glasschaden ist an einem Hauseingang in Neuaubing zu sehen.
Ein Glasschaden ist an einem Hauseingang in Neuaubing zu sehen. Felix Hörhager/dpa/Archivbild

München - Hagel, Sturm, Überschwemmungen und andere Naturgewalten haben in Bayern im vergangenen Jahr viel weniger Schaden angerichtet. Die Summe der versicherten Schäden durch sogenannte Naturgefahren lag mit 415 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahreswert, wie aus am Mittwoch veröffentlichten Daten des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervorgeht. Die Häufigkeit von Schadenereignissen ging ebenfalls zurück.

Der Rückgang der Schadenssummen ist umso erstaunlicher, als der GDV erstmals die Schäden durch Naturgefahren an versicherten Kraftfahrzeugen berücksichtigte. Ohne sie käme man für 2020 auf 305 Millionen Euro - nicht einmal die Hälfte der 2019 angefallenen Summe von 675 Millionen.

Auch deutschlandweit sanken die versicherten Schäden durch Naturgefahren: 2019 hatte der GDV noch 2,1 Milliarden Euro gezählt, nun waren es 1,6 Milliarden - beides ohne Kraftfahrzeuge.

Nach der Gesamtsumme der 2020 angefallenen Schäden liegt Bayern im bundesweiten Vergleich auf Platz zwei hinter Nordrhein-Westfalen. Bei der Häufigkeit von Schäden pro 1000 Versicherungsverträgen liegt der Freistaat im oberen Mittelfeld.