Weil zu Kommunalwahlen: „Wird ein sehr buntes Bild“

Seit Jahrzehnten hat die CDU bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen in der Summe die Nase vorn. Der SPD-Landesvorsitzende und Ministerpräsident Stephan Weil hofft, dass seine Partei am 12. September in den Kommunen mit Bürgernähe punktet.

Von dpa
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) spricht bei einem Interview.
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) spricht bei einem Interview. Moritz Frankenberg/dpa/Archivbild

Hannover - Nach Einschätzung des SPD-Landesvorsitzenden und niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil könnte es bei dem anstehenden Kommunalwahlen am 12. September in den Kommunen Niedersachsens keine eindeutige Gewinner-Partei geben. „Ich glaube, das wird ein sehr buntes Bild werden - vielleicht wird es gar nicht mal so leicht sein, einen Strich unter all die unterschiedlichen Ergebnisse zu ziehen -, das man dann sehen wird“, sagte Weil der dpa in Hannover.

Seit Jahrzehnten ist die CDU stärkste kommunale Kraft in Niedersachsen - und will es auch bleiben. Bei den letzten Kommunalwahlen im Jahr 2016 holten die Christdemokraten in den Landkreisen und kreisfreien Städten 34,4 Prozent der Stimmen und lagen damit vor der SPD (31,2), den Grünen (10,9), der AfD (7,8), der FDP (4,8) und der Linken (3,3). Für die anstehenden Wahlen sind weitere 20 Parteien zugelassen.

Bei den Kommunalwahlen werden Stadt-, Gemeinde- und Samtgemeinderäte, Kreistage und die Versammlung der Region Hannover gewählt. Gleichzeitig werden die Stadtbezirksräte und die Ortsräte gewählt. Ebenso finden die Direktwahlen von Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern und anderen Hauptverwaltungsbeamten statt.

„Die SPD hat die Chance Nummer eins zu werden, weil wir sehr gute Kandidaten haben, die es können und nah bei den Menschen sind“, sagte SPD-Chef Weil. Ob das klappe, entschieden aber die Wählerinnen und Wähler.