Weniger Blitze in Berlin und Brandenburg

Ein Gewitter kann vom gemütlichen Wohnzimmer aus ein Naturschauspiel sein, doch wenn ein Blitz einschlägt, wird es schnell gefährlich. Sensoren messen Blitzeinschläge überall in Europa und liefern Daten.

Von dpa
Ein Blitz hellt hinter dunklen Wolken auf.
Ein Blitz hellt hinter dunklen Wolken auf. Fabian Sommer/dpa/Symbolbild

Berlin/Potsdam - In Berlin und Brandenburg hat es im Jahr 2020 weniger geblitzt. In der Hauptstadt waren es 0,8 Einschläge pro Quadratkilometer, wie aus Messungen des Blitz-Informationsdienstes von Siemens hervorgeht. 2019 habe es noch 2,16 Einschläge pro Quadratkilometer gegeben. Damals hatte Berlin damit die Liste der Bundesländer mit den meisten Einschlägen angeführt. Auch in Brandenburg sank die Zahl der Blitzeinschläge im vergangenen Jahr auf 1,2. Im Jahr davor waren es noch 1,25 gewesen.

Blitze entstehen bei Gewittern: Das heftige Auf und Ab von Wasser- und Eisteilchen in der Gewitterwolke führt zu einer Polarisierung der natürlichen Luftelektrizität. Wird das Spannungsfeld zwischen positiver und negativer Ladung zu stark, entlädt sich ein Blitz.

Insgesamt gab es in Deutschland vergangenes Jahr knapp 400.000 Einschläge - gut 70.000 mehr als 2019, das allerdings ein ausgesprochen blitzarmes Jahr war. 2007 beispielsweise gab es mehr als eine Million Einschläge. Für so hohe Werte war es vergangenes Jahr allerdings zu trocken: Gewitter bilden sich typischerweise bei hohen Temperaturen und Feuchtigkeit. Die Haupt-Gewittertätigkeit lag den Messungen zufolge 2020 in den Monaten Juni und August.