Behörden

Weniger Unterschriften und mehr Scans für weniger Bürokratie

Von dpa
Andreas Dressel (SPD), Senator für Finanzen in Hamburg.
Andreas Dressel (SPD), Senator für Finanzen in Hamburg. Marcus Brandt/dpa/Archivbild

Hamburg - Die Hamburger Verwaltung will unter anderem durch weniger Unterschriften, mehr Scans und einen Bürokratie-Tüv für Senatsbeschlüsse Papierkram und Mehrarbeit einsparen. Insgesamt seien etwa 30 Einzelmaßnahmen für weniger Bürokratie und mehr Digitalisierung geplant, sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) am Dienstag in Hamburg. Das Paket hatte der Senat kurz zuvor beschlossen.

„Wir versprechen uns da durchaus Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger, für die Wirtschaft und auch für die Verwaltung.“ Zum Teil gehe es dabei lediglich um kleine Änderungen. „Bürokratieabbau - das sind viele kleinteilige Maßnahmen, die dann aber auch einen entsprechenden Entlastungseffekt bringen können.“

So würden beispielsweise Zeit, Lagerplatz, Raum- und Umzugskosten eingespart, wenn Dokumente unmittelbar nach dem Scannen vernichtet werden können. Auch sollen Veröffentlichungs- und Vergabesysteme vereinfacht werden. So hat der Senat beschlossen, dass künftig die Abgabe von Angeboten per Mail ermöglicht werden soll. Auch prüft die Behörde, ob ein Teil der Bekanntmachungen bald nur noch im Internet veröffentlicht wird.

Bei der Digitalisierung der Prozesse sei aber auch wichtig, die Vorgänge erst zu hinterfragen und dann ins Digitale zu übertragen, um auch Vorteile durch mehr Effizienz erreichen zu können.

Zudem soll künftig ein sogenannter Bürokratie-Tüv Senatsbeschlüsse mit einer kleinen Checkliste darauf abklopfen, ob und wie sich durch sie die Bürokratie ändert. Sowohl Steigerungen als auch Senkungen des Aufwands müssen begründet werden. Bislang mussten nur die Beschlüsse erklärt werden, die weniger Arbeit oder Papierkram bedeutet hatten. Anreize für Effizienzsteigerungen in den Hamburger Behörden sollen Dressel zufolge durch einen 2,5 Millionen schweren Fonds gegeben werden.