Weniger Unwetterschäden in Hessen im Jahr 2020

Von dpa
Eine durch Hagel bei einem Unwetter beschädigte Verkleidung einer Hauswand ist zu sehen.
Eine durch Hagel bei einem Unwetter beschädigte Verkleidung einer Hauswand ist zu sehen. Felix Hörhager/dpa/Archivbild

Berlin/Wiesbaden - In Hessen hat es 2020 deutlich weniger Schäden durch Sturm, Hagel und Starkregen gegeben als 2019. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sank die Zahl der Schadensmeldungen im Vergleich zum Vorjahr um rund 35 Prozent. Hessenweit gab es 19 Schadensmeldungen pro 1000 Sachversicherungsverträge, wie der Verband am Mittwoch berichtete. Am stärksten von Naturgefahren betroffen war das Saarland mit 54,9 Meldungen, Berlin mit 3,4 Meldungen am wenigsten.

Insgesamt verursachten Naturgefahren in Hessen Schäden in Höhe von 131 Millionen Euro. Davon entfallen 91 Millionen Euro auf Sturm- und Hagelschäden, 40 Millionen Euro auf weitere Naturgefahren wie Starkregen und Hochwasser. Erfasst sind in dieser Statistik versicherte Schäden an Häusern und Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben sowie erstmalig auch Schäden an Kraftfahrzeugen.

„2020 war erfreulicherweise ein deutlich unterdurchschnittliches Naturgefahrenjahr. Das lag vor allem daran, dass schwere Hagelereignisse und im Herbst schwere Stürme ausgeblieben sind“, sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Die höchsten Schäden gab es in den beiden einwohnerstärksten Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Bayern. Am niedrigsten waren sie in Bremen.