Wohnungswirtschaft will Schwund bei Sozialwohnungen stoppen

Von dpa 02.06.2021, 14:40 • Aktualisiert: 02.06.2021, 14:48

Erfurt - Thüringens Wohnungswirtschaft will ihre Investitionen in Neubau und Modernisierung verdreifachen und erwartet dafür mehr finanzielle Unterstützung vom Land. „Es ist eine gezielte Förderung nötig, um extremen Mietsteigerungen vorzubeugen“, sagte der Geschäftsführer des Verbandes der Thüringer Wohnungswirtschaft, Frank Emrich, am Mittwoch in Erfurt. Verlangt werde, dass das Land seine Wohnraumförderung von 50 Millionen Euro in diesem Jahr ebenfalls verdreifacht - auf 150 Millionen Euro jährlich.

Damit könnte gesichert werden, dass die bis zu 1500 Sozialwohnungen, die jährlich aus der Mietpreisbindung fielen, ersetzt werden könnten. „Das Land würde mit der Förderung langfristig bezahlbare Wohnungen sichern.“

Die im Verband vertretenen kommunalen und genossenschaftlichen Unternehmen verwalten nach Angaben von Emrich rund 264 000 Wohnungen. In diesem Jahr seien Investitionen von 550 Millionen Euro in Instandhaltung und Neubau geplant. Die durchschnittliche Kaltmiete betrage derzeit 5,17 Euro pro Quadratmeter. Die durchschnittliche Mietpreiserhöhung pro Jahr liege bei 1,5 Prozent.