Woidke: Kostenpflichtige Corona-Tests ab Herbst richtig

Von dpa
Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg.
Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg. Soeren Stache/dpa/Archivbild

Potsdam - Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat die Pläne für ein Ende kostenloser Corona-Tests für alle ab Herbst gegen Kritik verteidigt. „Wenn jeder einzelne bei uns im Land die Chance hatte, sich impfen zu lassen, wenn es keine Gründe gibt, die medizinisch bei jedem einzelnen dagegensprechen, warum soll die Allgemeinheit weiter für die einzelnen Tests bezahlen?“, sagte Woidke am Dienstag in einer Sondersitzung des Landtags in Potsdam. Er halte es für richtig, dass im Herbst Corona-Tests kostenpflichtig würden.

Die Regierungschefs von Bund und Ländern wollen am Dienstag über den weiteren Kurs bei Impfungen und über kostenpflichtige Tests beraten. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) nannte im ZDF als wahrscheinlichen Umstellungstermin den 10. oder 11. Oktober. Ausgenommen sollen Menschen sein, die nicht geimpft werden können, Schwangere und Kinder.

Der Brandenburger Ministerpräsident warb für mehr Tempo bei den Schutzimpfungen gegen das Coronavirus. „Jede einzelne Impfung hilft uns auch, einen weiteren Lockdown zu verhindern“, sagte Woidke.
„Jede einzelne Impfung hilft, die sich anbahnende vierte Welle möglichst flachzuhalten.“ Das Impfen helfe auch Kindern ab zwölf Jahren und Jugendlichen. Er erwarte von der Ständigen Impfkommission, dass sie sich dazu möglichst bald äußere.

Die Gesundheitsminister der Länder hatten beschlossen, Impfungen für die Altersgruppe von 12- bis 17-Jährigen auf Impfzentren auszuweiten. Die unabhängige Ständige Impfkommission empfiehlt Impfungen von Kindern und Jugendliche bisher nicht allgemein, sondern nur bei höherem Risiko für schwerere Corona-Verläufe.