Zwei Drittel der Menschen in MV leben in einer Stadt

Von dpa 08.07.2021, 11:45

Schwerin - Selbst in einem kleinteiligen Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern lebt die große Mehrheit der Menschen in der Stadt, wenn auch meist in der Kleinstadt. Wie das Statistische Amt am Donnerstag in Schwerin anlässlich des Weltbevölkerungstages am 11. Juli mitteilte, haben im Nordosten etwa 1.043.300 Menschen und damit 65 Prozent der Bevölkerung ihr Zuhause in einer der 84 Städte des Landes. Dabei machen Städte gerade 11 Prozent der landesweit 726 Gemeinden aus.

Die meisten Einwohner zählte Ende 2020 Rostock mit etwa 209.000. Die Gemeinde mit den wenigsten Einwohnern war laut Bevölkerungsstatistik Voigtsdorf (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte). Dort lebten gerade noch 93 Menschen. Zwei Drittel aller Gemeinden im Land zählten Ende 2020 weniger als 1000 Einwohner. Im Durchschnitt waren es 2219, eine Größe, der Garz auf Rügen mit 2215 Einwohnern am nächsten kam. Die größte Bevölkerungsdichte wies Greifswald mit 1167 Einwohnern je Quadratkilometer auf. Den größten Abstand voneinander haben die Menschen in Bugewitz am Stettiner Haff (Kreis Vorpommern-Greifswald) mit 4 Einwohnern je Quadratkilometer.

Wie die Statistiker herausfanden, verzeichnete im Vorjahr Gnewitz (Landkreis Rostock) mit 9,5 Prozent den prozentual größten Bevölkerungszuwachs. Den größten Aderlass musste Voigtsdorf als ohnehin kleinste Gemeinde mit 10,6 Prozent verkraften. Die jüngste Gemeinde im Land war Ende 2020 Bröbberow (Landkreis Rostock) mit einem Durchschnittsalter von 38,8 Jahren. Bibow (Nordwestmecklenburg) hingegen hatte mit 56,5 Jahren den höchsten Altersdurchschnitt. Mit einem landesweiten Durchschnitt von 47,4 Jahren gehört Mecklenburg-Vorpommern zu den Bundesländern mit der ältesten Bevölkerung.