TV-Interview

Meghan: Königshaus hält Unwahrheiten aufrecht

Die Herzogin von Sussex fühlt sich vom britischen Königshaus in ihrem Kampf gegen die Verbreitung von Unwahrheiten alleingelassen.

Santa Barbara/London (dpa) l Herzogin Meghan hat dem britischen Königshaus vorgeworfen, Unwahrheiten über sie stehen zu lassen. "Ich verstehe nicht, wie sie nach all dieser Zeit erwarten können, dass wir noch immer still bleiben, wenn die Firma [das Königshaus] eine aktive Rolle dabei spielt, Unwahrheiten über uns aufrecht zu erhalten", sagte Meghan in einem von CBS veröffentlichten Clip aus einem Interview, das der US-Sender am Sonntagabend ausstrahlen will.

Die Aussage wirkt wie eine direkte Reaktion auf die Ankündigung des Buckingham-Palastes vom Mittwoch, Mobbing-Vorwürfe gegen die Herzogin von ehemaligen Angestellten untersuchen zu lassen. Allerdings ist das Interview der US-Moderatorin Oprah Winfrey mit Meghan und Prinz Harry bereits früher aufgezeichnet worden. Ehemalige Mitarbeiter hatten einem Bericht in der "Times" zufolge erzählt, von der Herzogin (39) zu deren Londoner Zeiten gemobbt worden zu sein. Meghan und Harry (36) ließen die Vorwürfe über ihren Sprecher als "Schmutzkampagne" bezeichnen.

Die jüngsten Entwicklungen erhöhen die Spannung zwischen dem mittlerweile in Kalifornien lebenden Paar und der britischen Krone. Kürzlich hatte der Palast mitgeteilt, Harry und Meghan würden nicht mehr als arbeitende Mitglieder des Königshauses zurückkehren. Royal-Insider kritisieren zudem das Timing des Interviews, während der 99-jährige Prinz Philip in London weiter im Krankenhaus liegt. Meghan spricht in dem vorab veröffentlichten Clip auch von der Gefahr, die Beziehung mit ihrer Offenheit weiter zu belasten: "Wenn das das Risiko mit sich bringt, Dinge zu verlieren, denke ich, viel ist schon verloren gegangen."