1. Startseite
  2. >
  3. Deutschland & Welt
  4. >
  5. Politik
  6. >
  7. Grönland-Konflikt: Dänemark glaubt trotz „roter Linien“ an Einigung mit USA

Grönland-Konflikt Dänemark glaubt trotz „roter Linien“ an Einigung mit USA

Entschieden haben sich Dänemark und Grönland gegen eine Annexion der Arktisinsel durch die USA gewehrt. Laufende Gespräche mit den Amerikanern stimmen die Dänen nun optimistisch.

Von dpa 07.02.2026, 18:51
Dänemarks Außenminister Lars Løkke Rasmussen, hier mit seinen Amtskolleginnen aus Kanada (l) und Grönland (r), glaubt an eine Einigung mit den USA.
Dänemarks Außenminister Lars Løkke Rasmussen, hier mit seinen Amtskolleginnen aus Kanada (l) und Grönland (r), glaubt an eine Einigung mit den USA. Ida Marie Odgaard/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpa

Nuuk - In den Verhandlungen mit den USA im Grönland-Konflikt glaubt der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen an eine Einigung, die die territoriale Integrität und Selbstbestimmung der Arktisinsel nicht verletzt. Nach wiederholten Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump, die Insel zu annektieren, hatten die USA, Dänemark und Grönland vor einigen Wochen diplomatische Gespräche über die Zukunft des Landes begonnen.

„Wir haben von Anfang an klargemacht, dass jede Lösung unsere roten Linien respektieren muss“, sagte Lars Løkke Rasmussen bei einer Pressekonferenz in der grönländischen Hauptstadt Nuuk. „Trotzdem haben wir Diskussionen begonnen. Das sehe ich als klares Zeichen, dass es möglich ist, eine Lösung zu finden, die unsere roten Linien respektiert.“

Grönland sei nach dem ersten Treffen aber „noch nicht da, wo wir gerne sein wollen“, sagte die grönländische Ministerin für äußere Angelegenheiten, Vivian Motzfeldt. „Es ist ein langer Weg, deshalb ist es zu früh zu sagen, wo wir enden.“

Motzfeldt und Rasmussen hatten sich am Samstag in Nuuk mit ihrer kanadischen Amtskollegin Anita Anand getroffen. Zuvor hatte Kanada dem Fernsehsender DR zufolge am Freitag - wie auch Frankreich - ein Konsulat in Grönland eröffnet. Das neue kanadische Konsulat nannte Rasmussen am Samstag einen „Neuanfang“ und eine „gute Möglichkeit, unsere bereits existierende Zusammenarbeit zu stärken“.