Seit 2018 im Amt

Franziska Giffey tritt als Familienministerin zurück

Laut Medienberichten hat sich Franziska Giffey am Mittwochvormittag dazu entschieden, als Bundesfamilienministerin zurückzutreten. Grund seien die Diskussionen um den Doktortitel der 43-jährigen SPD-Politikerin.

Von Linda May van Bui
Seit März 2018 ist Franziska Giffey Bundesfamilienministerin.
Seit März 2018 ist Franziska Giffey Bundesfamilienministerin. Foto: dpa

Berlin - Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat am Vormittag (19. Mai) Bundeskanzlerin Angela Merkel um ihre Entlassung gebeten. Hintergrund sei der Aufruhr um ihre Dissertation und ihren Doktortitel.

2010 hatte die Familienministerin an der freien Universität Berlin ihre Doktorarbeit eingereicht. Ganze neun Jahre später, im Februar 2019, wurde diese dann wegen Plagiatsvorwürfen nochmals genauer überprüft. Im Oktober 2019 wurde ihr eine Rüge erteilt - der Doktortitel blieb jedoch weiterhin bestehen.

Giffey trägt nun keinen Doktortitel mehr

In Bezug auf diese Entscheidung hagelte es Kritik. Im Folgejahr, am 13. November, kündigte Giffey an, den Doktortitel künftig nicht mehr tragen zu wollen. Fünf Tage später startete das Gremium daraufhin eine erneute Überprüfung. Nach Abschließung dieser wurde Giffey der Doktortitel aberkannt.

Seit März 2018 ist Franziska Giffey Bundesfamilienministerin und seit November 2020 die Vorsitzende der SPD Berlin und eigentlich auch deren Spitzenkandidatin für das Amt des Regierenden Bürgermeisters - nun verkündete sie ihren Rücktritt.