Osterfeiern in Rom

Papst spricht Segen "Urbi et Orbi"

Papst Franziskus hat am Ostersonntag in Rom den traditionellen Segen "Urbi et Orbi" erteilt und den Opfern der Terroranschläge gedacht.

Rom (dpa) l Jesus Auferstehung "lasse uns an diesem Osterfest Nähe zu den Opfern des Terrorismus verspüren, jener blinden und grausamen Form von Gewalt, die nicht aufhört, unschuldiges Blut in vielen Teilen der Erde zu vergießen", sagte das Kirchenoberhaupt vor Tausenden Pilgern aus aller Welt auf dem Petersplatz. Von der Loggia des Petersdoms aus sprach er seine Segensworte und erinnerte an das Schicksal Tausender Flüchtlinge, die Tod und Ablehnung erlebten.

Den Segen verfolgten neben den Menschen in Rom auch Millionen Gläubige im TV. Er ist der Höhepunkt der traditionellen Osterfeiern in Rom.

Während der Osterfeierlichkeiten mit dem Papst ist ein Mann auf eine Laterne auf dem Petersplatz geklettert und hat damit für einen Schreckmoment gesorgt. Der Mann war mit einem Transparent auf den Masten gestiegen, um zu protestieren, wie italienische Medien berichteten. Er ließ sich von der Polizei zunächst nicht dazu bewegen, die Laterne wieder zu verlassen, und musste schließlich von den Sicherheitskräften weggebracht werden. Währenddessen fuhr Papst Franziskus im Papamobil über den Platz und grüßte die Pilger.

Worum es dem Mann genau ging, war zunächst nicht klar. Sein Auftritt sorgte bei vielen Gläubigen und Touristen für eine Schrecksekunde. Auch wegen der Terroranschläge von Brüssel waren die Sicherheitsvorkehrungen zu Ostern in Rom in diesem Jahr besonders streng. Vor dem Petersplatz wurden die Menschen mit Metalldetektoren und Taschenkontrollen überprüft, zudem waren zahlreiche zusätzliche Sicherheitsbeamte und Polizisten rund um den Vatikan im Einsatz.