GroKo

SPD muss auf neue Spur wechseln

Die SPD könnte den Niedergang aufhalten. Das würde allerdings voraussetzen, von eingefahrenen Gleisen auf eine neue Spur zu wechseln.

Aus, vorbei, müsste man den Sozialdemokraten mit Blick auf das Schicksal ihrer Genossen in Frankreich und Italien zurufen. Die Sozialisten sind dort nur noch Fußnoten der Politik. Die klassiche Sozialdemokratie steckt in einer Krise, aus der es kein Entrinnen zu geben scheint. Weil es den klassischen Arbeiter kaum noch gibt.
Dennoch könnte die SPD den Niedergang aufhalten. Das würde allerdings voraussetzen, von eingefahrenen Gleisen auf eine neue Spur zu wechseln. Weniger versprechen, aber dafür mehr halten – das sollte dabei die Devise sein. Die SPD wird die Welt nicht retten. Sie hat aber ihren Platz in der Gesellschaft, wenn diese in ihrem Sinne gerechter werden soll.
Dazu muss die Partei die GroKo verlassen. Es kann aber nicht sein, dass sich die Spitzengenossen bei jeder Gelegenheit des eigenen Vorteils willen die Augen auskratzen. Die Urwahl wäre ein richtiger Weg. Mehr Demokratie wagen!, hat der Sozialdemokrat Willy Brandt einst gefordert. In der SPD selbst ist es angekommen.