Börse in Frankfurt

Dax zum Auftakt mit leichtem Verlust

Von dpa
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Fredrik von Erichsen/dpa

Frankfurt/Main - Vor neuen Inflationsdaten aus den USA und geldpolitischen Signalen der Europäischen Zentralbank (EZB) zeigt sich der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag etwas defensiver.

Der Dax sank in der ersten Handelsstunde um 0,35 Prozent auf 15.526 Punkte. Der MDax gab um 0,21 Prozent auf 33.733 Punkte nach. Der EuroStoxx 50 verlor 0,2 Prozent.

Durchaus turbulenter könnte es laut Marktteilnehmern am Nachmittag ab 14.30 Uhr werden, wenn EZB-Präsidentin Christine Lagarde in der Pressekonferenz die neuesten Projektionen der Notenbank und die Inflationsprognosen erläutern wird. Zu dieser Uhrzeit werden dann auch die US-Verbraucherpreise veröffentlicht.

Experten gehen davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Kurs trotz einer wirtschaftlichen Erholung und steigender Inflation beibehält. Analysten dürften aber auf die Projektionen der Notenbank achten - und wie stark die EZB ihre Inflationsprognosen anheben wird.

Im Dax bremste eine gestrichene Kaufempfehlung vom Investmenthaus Stifel die nach ihrem Höhenflug bereits tags zuvor etwas schwächeren Papiere von BMW weiter aus. Sie verloren 1,4 Prozent. Volkswagen waren im Dax noch schwächer und mit minus 1,9 Prozent Index-Schlusslicht.

Stifel-Analyst Daniel Schwarz ist für deutsche Autobauer aber weiter „bullish“, für BMW erhöhte er Kursziel und Gewinnschätzungen deutlich. Nach dem starken Kursanstieg sei BMW nun aber höher bewertet als andere Hersteller.

Eine Reihe von kurzfristig verbuchten Großaufträgen lässt Aixtron noch optimistischer auf das Jahr blicken. Für das zweite Quartal erwartet der LED- und Chipindustrieausrüster Auftragseingänge „auf dem hohen Niveau“ des ersten Jahresviertels. Auch für den Rest des Jahres sei mit einer starken Kundennachfrage zu rechnen, hieß es zur Begründung der erhöhten Prognose. Der Kurs der Papiere sprang um fast zehn Prozent nach oben. Auch Infineon beeinflussten die Aixtron-Nachrichten positiv. Mit plus 1,3 Prozent waren die Papiere vorne im Dax.

Gut sechs Prozent gewannen die Aktien des Außenwerbekonzerns Ströer. Die US-Bank Morgan Stanley hatte sie auf „übergewichten“ hochgestuft.