Non-Food-Discounter schließen sich zusammen Kodi übernimmt Mäc Geiz: Was das für Sachsen-Anhalt bedeutet
Die MTH Retail Group hat ihre Anteile an dem Discounter Mäc Geiz an die Kodi Beteiligungs GmbH verkauft. Mäc Geiz-Geschäftsführer Kay Linke spricht über die Auswirkungen auf Sachsen-Anhalt.

Landsberg (Saale). - Der Non-Food-Discounter Mäc Geiz wird von der Kodi Beteiligungs GmbH, die den Discounter Kodi betreibt, übernommen. Das hat Kay Linke, Geschäftsführer von Mäc Geiz, der MZ auf Anfrage bestätigt. Zuvor hatte die Lebensmittel Zeitung von der Übernahme berichtet.
Mit der Übernahme sollen laut Linke vorerst keine Filialschließungen und kein Personalabbau einhergehen. "Der Zusammenschluss ist wachstums- und zukunftsorientiert. Ziel ist ausdrücklich die nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und nicht der Abbau bestehender Strukturen", sagt der Geschäftsführer. Für Sachsen-Anhalt bedeute das Stabilität und eine langfristige Perspektive für die bestehenden Standorte.
Zwischen Kodi und Mäc Geiz sollen Synergien entstehen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, sagt Geschäftsführer Kay Linke
Ziel sei es, Kodi und Mäc Geiz "strategisch zusammenzuführen und ihre Kompetenzen gezielt zu bündeln". Kodi betreibt rund 150 Filialen im Westen Deutschlands, Mäc Geiz rund 200 Filialen im Osten des Landes. Beide Marken sollen weiterhin bestehen bleiben. Vor allem im Einkauf und in der Organisation der Unternehmen sollen Synergien geschaffen werden, wie Linke sagt.
Der Unternehmenssitz von Mäc Geiz befindet sich in Landsberg in Sachsen-Anhalt. "Aktuell sind keine Veränderungen für den Sitz beschlossen", sagt der Geschäftsführer. Die bestehende Struktur solle erhalten bleiben und gestärkt werden.
Der bisherige Gesellschafter der Mäc Geiz Handelsgesellschaft mbH war die MTH Retail Group mit Sitz in Österreich. Die Verträge über den Verkauf von Geschäftsanteilen an die Kodi Beteiligungs GmbH seien bereits unterzeichnet worden. Endgültig wirksam soll die Übernahme in den kommenden Wochen werden.