IWH-Konjunkturprognose

Wirtschaftsexperten aus Halle rechnen mit schwachem Jahresschlussquartal

Blick auf das Logo des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).
Blick auf das Logo des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). (Foto: Hendrik Schmidt/dpa)

Halle (Saale)/dpa - Die Experten des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) gehen von einem schwachen Schlussquartal der deutschen Wirtschaft aus.

Zwar habe sich die Wirtschaft im Sommer 2021 wieder erholt, dennoch behinderten Engpässe beim Seetransport und bei der Herstellung von Vorleistungsgütern den Welthandel, teilte das Institut am Dienstag mit. Hinzu käme die Aussicht auf ein sich weiter beschleunigendes Corona-Infektionsgeschehen.

Konkret rechnen die IWH-Experten damit, dass das Bruttoinlandsprodukt 2021 insgesamt um 2,2 Prozent und im darauffolgenden Jahr um 3,6 Prozent wachsen wird.

Dank der Impfkampagne hätten zwar viele Einschränkungen von Dienstleistungsangeboten in diesem Jahr gelockert werden können, erklärte das IWH, die privaten Haushalte hätten im zweiten Quartal zudem wieder deutlich mehr konsumiert. Dennoch liege der private Konsum noch immer unter Vorkrisenniveau.

„Für das Jahr 2022 stehen die Chancen aber gut, dass die Wirtschaft ihren Weg in die Normalität wieder aufnimmt, auch weil sich die Situation auf den Arbeitsmärkten stetig bessert“, sagte Oliver Holtemöller, Leiter der Abteilung Makroökonomik und Vize-Präsident des IWH. Ende 2022 könnten nach Ansicht der Experten die Produktionskapazitäten wieder normal ausgelastet sein.