Stendal l Theaterstück in einem Akt aus dem ganz normalen Polizei-Alltag in Sachsen-Anhalt. Die Handlung ist in ihrer Komplexität überschaubar und dennoch drastisch – es geht um Hundekot.

Bundesstraße 189 nördlich von Seehausen, da, wo Brandenburg aufhört und die Altmark anfängt.

Es folgt nach Polizeimeldung rekonstruierter Paar-Dialog im Familien-Pkw. Fahrer (32): Riecht komisch hier drin. Beifahrerin (23): Mist, ich bin wohl irgendwo reingetreten. Fahrer: Spinnst du, mein schönes Auto. Beifahrerin: Kann ich doch nichts für.

Wütende Blicke in beide Richtungen. Lautstärke steigt rapide an. Fahrer: Das machst du weg. Beifahrerin: Mach doch selber.

Jetzt kommt das physische Element ins Spiel. O-Ton Polizeimeldung: Beifahrerin zieht Fahrer den stinkenden Schuh über den Kopf. Fahrer schlägt zurück ...

Als die Polizei den Wagen stoppt, ist die Prügelei in vollem Gange. O-Ton Polizeimeldung: Die Beamten konnten die Lage vor Ort beruhigen und eine örtliche Trennung erwirken.

Nicht genauer beschrieben ist, wer von den beiden weiter das Auto benutze durfte und wer laufen musste. Dafür liefern die Beamten noch ein Indiz, wie die Geschichte weitergeht. O-Ton Polizeimeldung: Beide erwartet nun vorerst ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung.

Beifahrerin (nölt aus dem Off): Alles nur deinetwegen. Fahrer (noch immer aggro): Schöne Schei...

An dieser Stelle nochmal der Appell an alle Hundebesitzer: Räumt die Hinterlassenschaften weg. Bitte!