Dresden/Berlin (dpa) l Die Bundeswehr spielt in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen eine wichtige Rolle zur Bekämpfung der der Corona-Pandemie. Insgesamt sind in den drei Ländern rund 1300 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz (Stand 6. Januar). Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums an den sächsischen FDP-Bundestagsabgeordneten Torsten Herbst hervor.

Die meisten helfen demnach in Sachsen aus – rund 850 stehen den Einsatzkräften in Gesundheitsämtern, Krankenhäusern und Pflegeheimen zur Seite. In Sachsen-Anhalt helfen 130 Soldaten vor allem in Gesundheitsämtern, aber auch in Seniorenheimen. In Thüringen leisten 144 Bundeswehrkräfte Hilfe in Gesundheitsämtern, rund 100 in Pflegeheimen und 69 in den Krankenhäusern.

"Ohne die Unterstützung der Bundeswehr wäre vieles in der Pandemiebekämpfung nicht möglich gewesen", betonte Herbst. "Die Jahrhundert-Pandemie hat unser Gemeinwesen und auch besonders unser Gesundheits- und Pflegesystem schwer getroffen."

Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts ist Thüringen bundesweit Negativ-Spitzenreiter hinsichtlich der Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner. So lag der Inzidenzwert am Samstagmorgen bei 268, Sachsen und Sachsen-Anhalt folgten mit 256 beziehungsweise 235. Bundesweit lag der Wert bei 139.