Berlin l Die Aufregung in den Tweets vom AfD-Abgeordneten Gunnar Lindemann ist groß: In der Nacht zum Dienstag stößt der Abgeordnete für den Wahlkreis Mahrzahn auf einen Unfall-Artikel der Berliner Zeitung: "Jetzt werden sogar Fahrspuren gegendert. Wie wäre es mal mit der guten alten Duden-Rechtschreibung anstatt mit diesem links-grünen Ideologien?", so Lindemann. Dafür erntete der 50-Jährige viel Spott auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

Was war passiert? Die B.Z. titelte mit: "Frau übersieht Baustelle und fährt in Spurende". Hierbei liegt die Betonung im wahrsten Sinne auf dem letzten Wort: Denn es geht um das Ende einer Spur - das Spurende - und eben nicht eine wohlmöglich gegenderte (in der geschlechtergerechten verfassten  Sprache) Spur auf der Autobahn, wie Lindemann irrtürmlich annahm. Zuvor legte Lindemann noch nach und ergänzte mit einem Screenshot, dass "Spurende" nicht einmal im Duden stehen würde.

"Hoffentlich stolpern Sie nie über das Wort 'Spurrinnen', merkte Twitter-User Tim Demisch dazu an. Die B.Z. hat sich bislang nicht zu den Anschuldigungen des 50-jährigen AfD-Politikers geäußert.