Washington l Am Montag gab das Netzwerk „Parler" bekannt, dass sie neue Computerserver gesichert und den Betrieb wieder aufgenommen hat. Nach knapp einem Monat Zwangspause feiert das Onlinenetzwerk „Parler" ein Comeback. Er lasse nicht zu, dass „Millionen von Amerikanern zum Schweigen gebracht werden", erklärte der Geschäftsführer Mark Meckler. Wer der neue Webdienstleister ist, gab das Unternehmen nicht bekannt.

Die Social-Media-App geriet nach dem Angriff auf das US-Kapitol am 6. Januar durch die Anhänger des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in Kritik. US-Medien berichteten, dass sich viele Nutzer live auf „Parler" aus dem Kapitol gemeldet und Videos hochgeladen haben.

Amazon löscht "Paler" vom Server

Daraufhin stellte am 11. Januar Amazon den Webhosting-Dienst für „Parler" ein. Das Netzwerk wurde von ihrem Server gelöscht. Amazon hatte zur Begründung erklärt, dass „Parler" nicht entschieden gegen rassistische, hasserfüllte oder zur Gewalt anstiftende Beiträge vorgehe. Google und Apple haben aus demselben Grund die App „Parler" aus ihren Online-Shops entfernt.

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„Parler" wurde im Jahr 2018 gegründet. Seitdem Netzwerke wie Facebook und Twitter aktiv gegen Falschmeldungen vorgehen, hat die Plattform massiven Zulauf bekommen. Die Benutzerzahl wuchs auf über 20 Millionen, bevor „Parler" heruntergefahren wurde. Mehr dazu im Video.