Magdeburg l Der Wahlkampf in Sachsen-Anhalt geht langsam in die heiße Phase und durch das Aufgreifen aktueller Themen spricht man die Wähler zusätzlich an.

Was läge da näher, als eine Referenz zum neuen Teil der Star-Wars-Saga? Das dachte sich wohl auch die Junge Union Magdeburg und setzte den Kopf von Reiner Haseloff in einer Fotomontage auf einen Sith, einen Anhänger der dunklen Seite der Macht. Mit dem Hinweis „Ihr fandet schwarze Politik schon immer toll? Dann werdet doch Mitglied“. So weit so gut. Blöd nur, dass die dunkle Seite der Macht und das Schwarze in Star Wars die Bösen repräsentiert, die Sith. Der Imperator, Darth Vader, alles keine Sympathen.

Ob die CDU auch den Bau eines Todessterns plant, ist fraglich, schließlich hat der Finanzexperte Zachary Feinstein erst kürzlich ausgerechnet, dass sich selbst die ganze Erde mit ihrem Bruttoinlandsprodukt keinen Todesstern leisten könnte.

Vielleicht will die Junge Union aber auch damit aussagen: Kommt zu uns, wir haben Laserschwerter! Das wiederum könnte für den einen oder anderen unentschlossenen Wähler ein schlagendes Argument sein. Die CDU, die mit leuchtendem Vorbild voran geht, sozusagen.

Das Ziel der Sith ist die Alleinherrschaft, ein Hinweis darauf, dass die CDU für die Wahl im März auf eine absolute Mehrheit hofft? Die dunkle Seite der Macht ist in Star Wars allerdings am Ende immer auf der Verliererstraße, kein gutes Omen für die anstehende Landtagswahl im nächsten Jahr.