Berlin (dpa) l Internetmobbing wird laut einer Studie in Deutschland als Problem unterschätzt. Zwar glauben 91 Prozent der Befragten, dass das Mobbing im Netz ein Problem sei, bei den 18 bis 24-Jährigen liegt der Anteil sogar bei 97 Prozent, wie eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Toluna im Auftrag des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) ergab. Gleichzeitig gaben 87 Prozent aller Befragten an, dass dieses Problem unterschätzt wird. Cybermobbing bildet in diesem Jahr das Schwerpunktthema des Safer Internet Day, der am Dienstag stattfindet.

"Es ist alarmierend, wenn ein Problem derart präsent ist", die Menschen aber gleichzeitig reklamierten, dass es nicht ernst genommen werde", sagte BVDW-Präsident Matthias Wahl am Montag. Für drei Viertel der Befragten (74 Prozent) sind die Eltern in erster Linie dafür verantwortlich, ihre Kinder in Sachen Sicherheit im Netz aufzuklären. Deutlich seltener werden Schule (9 Prozent), Internetanbieter (7 Prozent) und Bundeseinrichtungen (6 Prozent) in die Pflicht genommen.

Am Safer Internet Day, der seit 2008 am zweiten Tag der zweiten Woche des zweiten Monats im Jahr stattfindet, soll das Bewusstsein für mehr Sicherheit im Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln geschärft werden. In Deutschland koordiniert die EU-Initiative klicksafe.de die Aktivitäten. Hierzulande steht das Thema Internetmobbing im Fokus. Den Safer Internet Day gibt es in mehr als 100 Ländern. Das weltweite Motto 2017 lautet "Be the change: Unite for a better internet".

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