Harbin l Alkohol und Arbeit passen nicht zusammen? Das sehen die Chinesen anders. Dort werden die wichtigsten Entscheidungen bei Geschäftsessen getroffen und da darf Alkohol nicht fehlen.

Doch bei dem einen oder anderen Glas zu viel, kann das eigene Verhalten sehr schnell peinlich werden. Damit das nicht passiert, gibt es spezielle Kurse in China. Dort sollen die Teilnehmer lernen, wie sie richtig trinken. Das Wichtigste: nicht zu betrunken werden und beim Ablehnen eines Drinks nicht die Gefühle des anderen verletzen. Gerade Geschäftspartner könnten sonst dazu drängen, zu viel zu trinken, um so ihre eigenen Interessen besser durchsetzen zu können.

Wer also überlegt, in China einmal groß Karriere zu machen, sollte nicht unbedingt militanter Nichttrinker sein. So könnte dort im Lebenslauf unter „praktische Erfahrungen“ auch die jüngste Brauereibesichtigung und der Besuch eines Weinguts einen guten Eindruck machen. Als besondere Fähigkeiten die Kenntnis der besten Sprüche zum Anstoßen und natürlich die Trinkfestigkeit. Und statt dem altmodischen „Mit freundlichen Grüßen“ ein simples „Prost“ als Abschluss des Anschreibens.