Magdeburg l Vergesst Tollkirschen oder den giftigen Eisenhut. Die für den Menschen gefährlichste Pflanze in heimischen Gärten ist ganz offensichtlich das – Unkraut. Vor einigen Wochen berichteten wir an dieser Stelle über einen Gartenbesitzer aus Möser (Jerichower Land), der im Kampf gegen das wuchernde Gewächs aus Versehen den benachbarten Wald abfackelte.

Ein Brandenburger aus der Nähe von Frankfurt/Oder hat jetzt mit der Gasbrenner-killt-Unkraut-Methode sogar ungewollt sein schmuckes Eigenheim in Schutt und Asche gelegt: 130.000 Euro Schaden. Er selbst und seine Nachbarn erlitten unerfreuliche Rauchvergiftungen. Ein schwacher Trost, dass bei der Aktion sicher auch ein paar Büschel Unkraut dran glauben mussten.

Erfahrene Gärtner haben sich inzwischen mit ihrem Unkraut arrangiert. Sie nennen das nervige Gestrüpp jetzt liebevoll „Wildkräuter“ und merken sich selbst dessen Vornamen wie „Vogelmiere“. Im Übrigen ist nicht überliefert, dass auch nur einer der neuen Unkraut-Versteher Haus oder Wald eingebüßt hat.