Wien/Magdeburg l Wir haben damals, in den frühen 1990ern schon geahnt, dass etwas nicht stimmt mit diesem Lied. Whooow, we’re going to Ibiza... Schlichter Partyträller einer holländischen Retorten-Band (erinnert sich noch jemand an die Vengaboys?) mit perfidem Ohrwurm-Potenzial.

Zusätzlich schlimm: Die singen immer Ibitza. Echt mit „tz“. Hirnzersetzungs-Potenzial. Regierungskrisen-Potenzial. Während in Österreich die Koalition platzt, das Kabinett bröselt und der Kanzler wackelt, klettert ein Lied aus der Zombie-Gruft der frühen 1990er unaufhaltsam nach oben. Platz 3 in den Download-Charts von iTunes. Zumindest im musikalischen Megamarkt Österreich. Platz 3 von vorher irgendwas in den ganz hinteren 10.000ern. Wie ein gemeiner Schmarotzer-Pilz, dem es nur gut geht, wenn andere leiden.

Macht sich der Lied-Schmarotzer auf, europäische Demokratiestrukturen zu zersetzen? Stecken die Russen dahinter – hinter der Ibiza-Videoaffäre und dem Lied? Oder doch die Vengaboys? Whooow, we’re going to Ibiza... Hirnzersetzungspotenzial. Hilfe!

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