Berlin l Traditionell ist die Bundeswehr so ein richtiger Männer-Laden – obwohl immer mehr Frauen dort Dienst tun. Höchste Zeit, dass da auch mal was von der Gleichberechtigung ankommt, denkt sich Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. Der Plan: Noch in dieser Legislaturperiode sollen weibliche Dienstgrad-Bezeichnungen eingeführt werden.

So richtig traut sich das Führungspersonal (m/w/d*) aber nicht an die sprachliche Genderei ran. Mehr oder weniger geheimen Infos zufolge soll es künftig zwar Majorin heißen und Feldwebelin, und, bei der Marine Bootsfrau statt Bootsmann. Inkonsequenterweise soll Hauptmann Hauptmann bleiben, auch als Frau. Vielleicht, weil man bei ‚Hauptfrau‘ irgendwie automatisch an ‚Nebenfrau‘ denkt? Auch eine Oberstin wird es wohl nicht geben - die heißt schnöde ‚Frau Oberst‘. Vermutlich wird es darauf hinauslaufen, dass es grundsätzlich bei der Variante ‚Frau plus männlicher Dienstgrad‘ bleibt. Schließlich kommt es gerade in so essentiellen Bereichen zuerst mal auf den Inhalt an.