Wien l Ibiza? Da war doch was im Frühjahr? Diese kleine Politaffäre im Ferienhaus mit österreichischer Beteiligung. Schließlich ist sogar die ÖVP-FPÖ-Regierung zerbrochen. Aber vielleicht ist der Grund des Zerwürfnisses ja jetzt erst bekannt geworden? Beide Parteien glauben offenbar allein für sich beanspruchen zu können, die Sprache der Österreicher zu sprechen – so zeigt sich auf zwei Wahlplakaten beider Parteien: „Einer, der unsere Sprache spricht.“ Der wortgleiche Slogan auf den ÖVP-Plakaten wie in der Online-Kampagne der FPÖ sorgt für Unmut.

Beide bestehen darauf, dass die Idee von ihnen stammt. „Nachdem Sebastian Kurz im letzten Wahlkampf und auch jetzt wieder die FPÖ-Themen kopiert hat, nehmen seine Werber nun sogar deutliche Anleihen bei FPÖ-Slogans“, stichelt Kickl auf Facebook. ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer glaubt dagegen, dass die FPÖ das Plakat möglicherweise vorab gesehen habe. „Und offensichtlich hat der Spruch so gut gefallen, dass die FPÖ ihn jetzt auch übernehmen wollte.“

Eine kleinen Unterschied zwischen beiden Parteien scheint es zu geben – laut Wahlplakat: Die ÖVP spricht mit einer Wanderin, die FPÖ mit einem Polizist. Was immer das bedeuten mag.