Berlin (dpa) l Ich bin überhaupt gar kein Verschwörungstheoretiker oder Corona-Leugner", sagte der 48-Jährige in einem Video in einer Instagram-Story. "Nein, ich kann euch hier und jetzt sagen: Das Coronavirus gibt es. (...) Aber ihr könnt mich auf jeden Fall ein Corona-Realist nennen oder auch ein Pandemie-Maßnahmen-Skeptiker, aber mit Sicherheit bin ich kein Aluhutträger oder Verschwörungstheoretiker."

Wendler hatte sich Anfang Oktober mit wirren Äußerungen über Corona ins Abseits katapultiert und seinen Rückzug aus der Jury der RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) angekündigt. Weiter beschuldigte er die Fernsehsender, darunter RTL, "gleichgeschaltet" zu sein. Sein bisheriger Haussender RTL distanzierte sich mit scharfen Worten von Wendler. Für den 3. November kündigte der Schlagersänger ("Sie liebt den DJ", "Egal") schließlich eine Art Comeback an.

"Ich habe die Maßnahmen der Regierung zur Corona-Pandemie in Frage gestellt", sagte Wendler nun in seiner Instagram-Story. Das Video war am Dienstag zu sehen – Instagram-Storys verschwinden nach 24 Stunden wieder.

Seinen Vorwurf gegen RTL, der Sender sei wie andere Medien gleichgeschaltet, nahm er zurück und entschuldigte sich. RTL sei bisher der einzige Sender gewesen, der sich um ein Interview mit ihm bemüht habe, "um klarzustellen, warum ich so denke, wie ich denke". Das Interview habe er abgelehnt – "und das war eigentlich ein großer Fehler".

Während Wendler das Vorgehen der Bundesregierung weiter kritisiert, fand er lobende Worte für die amerikanische Regierung: Im US-Bundesstaat Florida, wo er und seine Frau Laura leben, gebe es weder Maskenzwang noch Lockdowns, sagte der Sänger. Eine "Aufbruchstimmung sondergleichen" im Land sei dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump zu verdanken, "der in vielen seinen Reden angekündigt hat, die Pandemie nach seinem Wahlsieg für beendet zu erklären". An diesem Dienstag wählen die USA ihren nächsten Präsidenten.