Hampton (dpa) l US-Präsident Donald Trump hat mit seinen teils drastisch geäußerten Zweifeln am Klimawandel nach Ansicht von Greta Thunberg womöglich genau das Gegenteil von dem erreicht, was er erreichen will.

„Er ist so extrem und er sagt so extreme Dinge, dass ich denke, dass Menschen in gewisser Weise dadurch aufgewacht sind“, sagte die schwedische Klimaaktivistin in Hampton im US-Bundesstaat Virginia der Nachrichtenagentur AFP.

Ikone im Kampf gegen den Klimawandel

Die 16-Jährige will von der US-Ostküstenstadt auf einem Segelschiff die Rückreise nach Europa antreten. „Als er gewählt wurde, habe ich mir gesagt, dass die Menschen jetzt aufwachen werden, dass die Menschen aufwachen müssen“, sagte Thunberg weiter. „Er hat also womöglich geholfen.“ Thunberg sorgt seit dem Beginn ihres Klima-Streiks Fridays for Future vor rund einem Jahr für Furore.

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Inzwischen ist die 16-Jährige zur globalen Ikone im Kampf gegen den Klimawandel geworden und hat weltweit Millionen Menschen mobilisiert. Die Schwedin weigert sich aus Gründen des Klimaschutzes, in ein Flugzeug zu steigen.

Deshalb hatte sie sich Ende August an Bord eines Segelbootes begeben, um vom süd-englischen Plymouth nach New York zu segeln, wo sie im September am UN-Klimagipfel teilnahm. Anschließend reiste sie mit dem Zug und mit einem von Arnold Schwarzenegger geliehenen Elektroauto durch die USA und Kanada.

Das Ziel von Thunbergs langer Reise war eigentlich die chilenische Hauptstadt Santiago, wo vom 2. bis 13. Dezember die nächste UN-Klimakonferenz stattfinden sollte. Nach der Absage Chiles wegen der dortigen sozialen Proteste soll das Treffen nun zum gleichen Termin in Madrid stattfinden – Greta Thunberg suchte deshalb über das Internet eine Rückkehrgelegenheit.

Australisches Paar bietet Hilfe an

Auf den Hilferuf der 16-Jährigen meldete sich ein australisches Paar: Elayna Carausu und Riley Whitelum leben mit ihrem elf Monate alten Sohn auf einem 14 Meter langen Katamaran.

Mit diesem wollen sie Greta Thunberg und ihren Vater nun nach Europa zurückbringen. Losgehen soll es am Mittwochmorgen in Hampton in Virginia.