Magdeburg l Für die Bäckerei und Konditorei Lothar Sprung hatten die Corona-Zwangsschließungen erhebliche Folgen. Wir hatten „täglich 30 Prozent Umsatzeinbußen“, sagt Jacqueline Sprung. Eingebrochen sei unter anderem das Geschäft mit Kantinen, Kitas oder kleinen Hotels, die beliefert wurden. Die bisherige Soforthilfe sei für das Familienunternehmen nicht in Frage gekommen, weil mehr als 50 Mitarbeiter beschäftigt werden. Die Liquidität aufrechtzuerhalten sei schwierig, sagt Sprung.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) möchte noch vor dem von der Bundesregierung angekündigten Konjunkturpaket schnell Hilfen für den Mittelstand in Höhe von 25 Milliarden Euro auf den Weg bringen. Ein Eckpunktepapier sieht vor, Firmen bis 249 Mitarbeiter die von Auflagen oder Schließungen betroffen sind, für die Monate Juni bis Dezember 2020 eine weitergehende Liquiditätshilfe zu gewähren.

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) hält die zusätzlichen Hilfen für reizvoll. Es würden Unternehmer bedacht, die von der bisherigen Förderung nicht profitiert hätten. Nun müsse noch bei einem möglichen „Unternehmerlohn“ von 1200 Euro nachgesteuert werden, so Willigmann. Burghard Grupe, Chef der Handwerkskammer (HWK) Magdeburg begrüßt die Überbrückungshilfen. Den Betrieben mit mehr als 50 Mitarbeitern hätten zuletzt nur rückzahlbare Darlehen zu Verfügung gestanden.

Die deutsche Wirtschaft rutscht unterdessen durch Einbrüche bei Export, Privatkonsum und Unternehmensinvestitionen in die Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte laut Statistischem Bundesamt im ersten Vierteljahr gegenüber dem Vorquartal um 2,2 Prozent.

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